Natursteinwerk stellt Insolvenzantrag

20.02.2009 | Magdeburg. Die M.A.L. Magdeburger Artolith GmbH hat Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen mit rund 90 Beschäftigten betreibt in der Landeshauptstadt auf einer Fläche von elf Hektar das weltweit modernste Werk zur Herstellung von harzgebundenen Natursteintafeln. Diese werden vor allem zu Bodenbelägen, Wandverkleidungen und Küchenarbeitsplatten im Luxussegment weiterverarbeitet. Bei einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro habe das Unternehmen jedoch den mittelfristig erwarteten Jahresumsatz von 40 Millionen Euro “nie erzielen” können, sagte der vom Amtsgericht Magdeburg eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter, Lucas Flöther. Seinen Angaben zufolge sind die Lohnzahlungen “zumindest bis einschließlich April” gesichert. Derzeit würden Verhandlungen “mit namhaften internationalen potenziellen Investoren” geführt, um die Möglichkeiten des dauerhaften Erhalts des Standortes auszuloten. “Gemeinsam mit der Geschäftsführung werdne wir alles dafür tun, den Hochtechnologiebetrieb zu erhalten”, sagte Flöther.

Magdeburger Volksstimme | Torsten Scheer


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