Hoffnung für Maschinenbau Dessau

04.01.2012 | Dessau: Für die Dessauer Maschinenbaufirma AD Steel Forge GmbH gibt es doch noch Hoffnung. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter, der Rechtsanwalt Lucas F. Flöther, am Dienstag mit. Nach seinen Worten wurde mit dem Energielieferanten darüber gesprochen, die Energieversorgung für das Unternehmen wieder aufzunehmen. “Ich rechne spätestens am Mittwoch damit, die wirtschaftlichen Bedingungen haben wir erfüllt, nun fehlen nur noch die Unterschriften.”

Betrieb soll weiter laufen.
Gemeinsam mit der Geschäftsführung will Flöther nach Möglichkeiten suchen, das traditionsreiche Unternehmen weiterzuführen. Die Auftragslage für 2012 sei gut, ein Teil der Kunden habe signalisiert, die Aufträge nicht zu stornieren.

Laut Verwalter sind 148 Mitarbeiter direkt von der Zahlungsunfähigkeit ihres Arbeitgebers betroffen. Löhne seien zuletzt im November gezahlt worden. Das den Arbeitnehmern zustehende Insolvenzgeld sichere die Löhne aber zunächst bis Ende Februar.

AD Steel Forge GmbH war aus der traditionsreichen Dessauer ABUS hervorgegangen und produziert insbesondere große Getriebe für die Energiewirtschaft, den Schiff- sowie Fahrzeugbau. Nach einem Wechsel des Eigentümers im Oktober kam am 29. Dezember die Produktion unvermittelt zum Erliegen. Der Energielieferant hatte Flöther zufolge wegen fälliger Forderungen von etwa einer Million Euro den Strom abgestellt. Die Geschäftsführung beantragte daraufhin beim Amtsgericht in Dessau-Roßlau ein Insolvenzverfahren.

MDR


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