24.02.2011 | Gardelegen (dpa). Ein Jahr nach dem Produktionsstart hat die Agenda Glas AG in Gardelegen Insolvenz angemeldet. Als vorläufigen Insolvenzverwalter setzte das Amtsgericht Stendal den Fachanwalt Lucas Flöther ein, wie dessen Kanzlei gestern mitteilte. Trotz der finanziellen Schieflage könne der Geschäftsbetrieb mit 150 Mitarbeitern uneingeschränkt fortgesetzt werden. Grund für die Probleme seien technische Anlaufschwierigkeiten. Deshalb habe es im ersten Produktionsjahr eine hohe Ausschussquote gegeben, sagte Flöther. Der Umsatz sei daher mit zehn Millionen Euro nur halb so hoch ausgefallen wie erwartet. Es sei aber realistisch, dass der Umsatz in diesem Jahr auf rund 20 Millionen Euro steigen werde, sagte Flöther. Ziel sei der Erhalt des Betriebs. Agenda Glas wurde im Jahr 2008 gegründet. Zum Start der Produktion hieß es, dass jährlich rund 95000 Tonnen Glas zu 300 Millionen Flaschen und anderen Getränkebehältern verarbeitet werden sollen. Die Investitionskosten in Gardelegen betrugen 50 Millionen Euro.
Quelle: Leipziger Volkszeitung/dpa
