150 Arbeitsplätze bei Agenda Glas gesichert

18.05.2011 | Gardelegen -Die Produktion von Glasflaschen in der Altmark ist gesichert. Das indische Unternehmen Hindusthan National Glass & Industries Ltd. unterzeichnete am Mittwoch den Kaufvertrag für das Werk der Agenda Glas AG aus Gardelegen. Das teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther mit. Der Investor will auch die rund 150 Beschäftigten der Agenda Glas AG übernehmen.

Wirtschaftsminister Birgitta Wolff zeigte sich erleichtert über die Vertragsunterzeichnung: “Damit bleibt ein leistungsfähiger Produktionsstandort erhalten, der Zukunft hat und die Wirtschaft in der Altmark weiter stärken wird.” Am Beispiel Gardelegen zeige sich, dass sich Sachsen-Anhalt zum Glasstandort Nummer eins in Deutschland entwickelt habe. Erfreulich sei auch, dass der Käufer die kompetenten Führungskräfte übernehme.

Die Agenda Glas AG war 2008 von Managern aus der Glasindustrie gegründet worden, die sich selbstständig machen wollten. Die rund 50 Millionen Euro Investitionen in eine der modernsten Glashütten in Europa wurden zu großen Teilen durch staatliche Förderung und Kredite aufgebracht. Der Jahresumsatz blieb mit rund zehn Millionen Euro allerdings weit hinter den Erwartungen zurück, laut Insolvenzverwalter vor allem aufgrund technischer Anlaufschwierigkeiten. Im Februar hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Der Investor aus Indien ist ein börsennotierter Glashersteller mit Sitz in Kolkata (früher Kalkutta). Hindusthan National Glass ist zudem der größte Glashersteller Indiens und betreibt dort sechs Glaswerke. Er beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeiter. Zuletzt lag der Jahresumsatz bei knapp 220 Millionen Euro. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren drei in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen übernommen und damit Erfahrungen bei der Firmensanierung gesammelt.

Quelle: www.mdr.de/sachsen-anhalt/stendal


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